Weiterbildung LKW/Bus nach dem BKrFQG

Covid-19 Pandemie

  • Anordnung vom Gesundheitsministerium – Schließung aller Bildungseinrichtungen zunächst bis 20.04.2020
  • Alle geplanten und von ihnen gebuchten Weiterbildungskurse werden verschoben, bis die Schließung aufgehoben wird
  • Sie werden dann per Mail über ihre weitere Teilnahme informiert!
  • Fristen zur Verlängerung der Schlüsselzahl 95 sind für 1 Jahr ausgesetzt – trotzdem muss die Teilnahme an der Weiterbildung nachgeholt werden

Bitte bleiben Sie in der schweren Zeit gesund!!!

Ausnahmen von den Lenk- und Ruhezeiten im Zusammenhang mit der Verbreitung des Coronavirus

Datum 20.03.2020

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Vor dem Hintergrund der Verbreitung des Coronavirus hat die Bundesregierung entschieden, Ausnahmen von den täglichen Lenkzeiten und der wöchentlichen Ruhezeit zuzulassen. Bis einschließlich 17. April 2020 gilt Folgendes:

Für Fahrerinnen und Fahrer von Fahrzeugen, die im Werkverkehr oder im gewerblichen Güterkraftverkehr

1. Waren des täglichen Bedarfs, insbesondere Lebens- und Futtermittel, zwischen Produktions-, Lager- und Verkaufsstätten;

2. Güter zur medizinischen Versorgung sowie zur Eingrenzung, Bekämpfung und Bewältigung der SARS-CoV-2-Pandemie (insbesondere auch Produkte zur Analyse der Infektion, infektionsrelevante Schutzausrüstung, Desinfektionsmittel u.ä.) oder

3. Treibstoffe

befördern, werden folgende Abweichungen von den Sozialvorschriften im Straßenverkehr zugelassen:

• die tägliche Lenkzeit darf höchstens fünfmal in der Woche auf zehn Stunden verlängert werden (Abweichung von Artikel 6 Absatz 1 der Verordnung (EG) Nr. 561/2006). Weiter zu beachten sind die Bestimmungen zur höchstzulässigen Lenkzeit in der Woche (56 Std.) und Doppelwoche (90 Std.), die in Artikel 6 Absätze 2 und 3 geregelt sind.

• es dürfen zwei aufeinanderfolgende reduzierte wöchentliche Ruhezeiten eingelegt werden, sofern in vier jeweils aufeinanderfolgenden Wochen mindestens vier wöchentliche Ruhezeiten eingelegt werden, von denen mindestens zwei regelmäßige wöchentliche Ruhezeiten sein müssen. Wurden zwei reduzierte wöchentliche Ruhezeiten nacheinander eingelegt, ist die nächste Ruhezeit- als Ausgleich für diese zwei reduzierten wöchentlichen Ruhezeiten – vor der darauffolgenden wöchentlichen Ruhezeit einzulegen (Abweichung von Artikel 8 Absatz 6 der Verordnung (EG) Nr. 561/2006).

Die Ausnahme darf ausschließlich unter der Voraussetzung in Anspruch genommen werden, dass die Verkehrssicherheit dadurch nicht beeinträchtigt wird. Insbesondere ist vor Antritt einer Fahrt zu prüfen, ob der Fahrer in der Lage ist, die vorgesehene Beförderung durchzuführen.

Das Bundesamt berücksichtigt die vorgenannten Ausnahmeregelungen bei allen Fahrzeugen unabhängig vom zulässigen Gesamtgewicht (bei Fahrzeugen über 3,5 t zGG stützt sich die Ausnahmeregelung auf Art. 14 Abs. 2 VO (EG) Nr. 561/2006, bei Fahrzeugen zwischen 2,8 und 3,5 t zGG wird aus Opportunitätsgründen auf Beanstandungen verzichtet).

Wegen CORONA:

Derzeit dürfen keine Weiterbildungskurse stattfinden. Wir hoffen bald mehr Informationen über den weiteren Verlauf zu erhalten. Bis dahin wünschen wir vor allem viel Gesundheit!

Ihr Fahrschulteam

COVID-19: Fristversäumnis der „BKF Weiterbildung“ und Eintragung / Ablauf der Schlüsselzahl 95

18.03.2020

Das BMVI ( Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur) informiert:

Für mögliche Verstöße gegen Vorgaben des Berufskraftfahrerqualifikationsgesetzes, welches keine Ausnahmetatbestände enthält, wird es als sinnvoll erachtet, die Vollzugsbehörden zu bitten, entsprechende Verstöße nicht zu ahnden. Hierbei sind das Opportunitätsprinzip und der rechtfertigende Notstand zu beachten.
Zudem wird die Europäische Kommission über das geplante Vorgehen unterrichtet und nach einer 72 Stunden Verschweigefrist werden auch die Mitgliedstaaten entsprechend informiert. (Für den grenzüberschreitenden Verkehr).

Zuständiger Ansprechpartner des BMVI:

Guido Zielke

Leiter der Ausbildung Straßenverkehr

Hausanschrift: Invalidenstraße  44 10115 Berlin
Telefon 030 1830 07560

Seit 10. September 2008 (Personenverkehr) beziehungsweise seit 10. September 2009 (Güterverkehr) sind Bus- und Lkw-Fahrer verpflichtet, alle 5 Jahre an einer Weiterbildung gemäß dem Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz (BKrFQG) teilzunehmen. Diese gesetzliche Verpflichtung betrifft alle Fahrer, die gewerbliche Fahrten durchführen und mit Fahrzeugen der Klassen C1/C1E, C/CE, D1/D1E, D/DE unterwegs sind.

 

Weiterbildung

Für die Weiterbildung sind 35 Stunden Schulung in 5 Einheiten zu jeweils 7 Zeitstunden vorgesehen.

Es gibt in der Weiterbildung keine Prüfung.

Als Nachweis der Weiterbildung wird dem Fahrer, wenn er die entsprechenden Teilnahmebescheinigungen vorlegt, die Schlüsselzahl 95 in den Kartenführerschein eingetragen.

 

Inhalt der Module

  • Modul 1:  Eco-Training
  • Modul 2:  Sozialvorschriften und Vorschriften im Güterverkehr
  • Modul 3:  Sicherheitstechnik und Fahrsicherheit
  • Modul 4:  Schaltstelle Fahrer, Imageträger, Dienstleister, Profi
  • Modul 5:  Ladungssicherung

Kosten und Anmeldung

  • die Preise finden Sie rechts unter Downloads 

Förderung für Arbeitssuchende:

Wenn Sie die persönlichen Voraussetzungen erfüllen, kann der Lehrgang von Ihrer zuständigen Agentur für Arbeit oder von dem Job Center nach dem dritten Sozialgesetzbuch (SGB III) mit einem Bildungsgutschein gefördert werden.

Förderung für Arbeitnehmer (auch in Teilzeit und Leiharbeit):

Wir beraten Sie gern und stellen Ihnen ein Ausbildungsprogramm (mit bis zu 80 % der Ausbildungskosten ohne Rückzahlung) entsprechend Ihren Voraussetzungen zusammen.

Haben Sie noch Fragen ?